Pilotplan von Brasilia, Modernistisches Stadtensemble in Brasília, Brasilien.
Der Pilot Plan von Brasília ist das städtebauliche Konzept einer Hauptstadt mit zwei sich kreuzenden Achsen, die unterschiedliche Funktionen trennen. Die monumentale Ost-West-Achse trägt Regierungsgebäude und Kultureinrichtungen, während gebogene Wohntürme entlang der Nord-Süd-Flügel angeordnet sind.
Präsident Juscelino Kubitschek beauftragte Lucio Costa 1957 mit dem Entwurf der neuen Hauptstadt, die das Landesinnere besiedeln sollte. Oscar Niemeyer übernahm die Gestaltung der Hauptgebäude, und die Stadt wurde in weniger als vier Jahren fertiggestellt.
Die Bewohner organisieren ihr tägliches Leben entlang der klar getrennten Funktionszonen, wobei jeder Superquadra-Block als eigenständige Nachbarschaft mit Geschäften und Diensten im Erdgeschoss funktioniert. Die freien Säulen unter den Wohngebäuden schaffen überdachte öffentliche Räume, die von den Anwohnern für Treffen und Veranstaltungen genutzt werden.
Die besten Aussichten auf die Gesamtstruktur bieten sich von erhöhten Punkten wie dem Fernsehturm, von wo aus sich die Flügelform erkennen lässt. Ein Besuch am frühen Morgen oder späten Nachmittag zeigt die Betonbauten in weichem Licht und macht die Distanzen zwischen den Sektoren erträglicher.
Die Wohnblöcke stehen auf Stelzen, wodurch der Boden darunter für Fußgänger durchlässig bleibt und durchgehende Grünflächen entstehen. Jeder Wohnbereich wurde ohne Zäune oder Mauern geplant, um eine gleichmäßige soziale Durchmischung zu fördern.
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