Forte de Santo Inácio de Tamandaré, Kolonialfestung in Tamandaré, Brasilien.
Forte de Santo Inácio de Tamandaré ist eine ab 1808 unter Gouverneur Caetano Pinto de Miranda Montenegro wiedererrichtete Steinfort mit viereckigem Grundriss und fünfeckigen Bastionen an den Ecken im Vauban-Stil. Ein zweigeschossiges Gebäude auf der Landseite beherbergte Wachkorps, Pulvermagazin, Kaserne und Kommandantur. Seit 1902 steht der Leuchtturm von Tamandaré innerhalb der Anlage.
João Fernandes Vieira ließ im Juli 1645 in Tamandaré ein Feldwerk errichten. Der niederländische Admiral Jan Cornelisz Lichthart eroberte und erweiterte es nach der Schlacht in der Bucht von Tamandaré am 9. September 1645. Vieira baute das Fort 1677 mit Steinen aus Porto Calvo (Alagoas) wieder auf, und Francisco Pinheiro vollendete 1691 neue Arbeiten. Gouverneur Caetano Pinto de Miranda Montenegro ließ es ab 1808 im Vauban-Stil neu errichten.
Die Kapelle des Forts wurde erst 1780 unter dem Patrozinium des heiligen Ignatius errichtet, mehr als ein Jahrhundert nach dem Wiederaufbau von 1677. Der Name der Anlage, Forte de Santo Inácio de Tamandaré, verbindet diese Widmung mit der Bucht von Tamandaré, an der das Fort liegt.
Der Ort steht unter der Aufsicht der brasilianischen Marine und ist für Besucher zugänglich. Es ist hilfreich, festes Schuhwerk zu tragen, da die Steinstrukturen und Wege uneben sein können.
Die Festung beherbergt seit 1902 den Leuchtturm von Tamandaré und untersteht seit 1978 der Jurisdiktion der brasilianischen Marine. Eine Gedenktafel von 1991 erinnert an ihren Wiederaufbau unter Gouverneur Caetano Pinto de Miranda Montenegro; im September 1997 wurde die Anlage vom Archäologischen Labor der Bundesuniversität Pernambuco begutachtet.
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