Museu do Reggae do Maranhão, Musikmuseum im Historischen Zentrum, São Luís, Brasilien
Das Reggae-Museum von Maranhão zeigt Schallplatten, Fotografien, Instrumente und Erinnerungsstücke zur lokalen Musikbewegung in fünf Ausstellungsbereichen. Die Sammlungen dokumentieren die karibische Musikinfluenz und deren Entwicklung in der Region.
Das Museum wurde im Januar 2018 eröffnet und war das erste Reggae-Museum außerhalb Jamaikas. Es dokumentiert die karibische Musikinfluenz in der Region seit den 1970er Jahren.
Der lokale Reggae entwickelte eigene Züge: einen langsameren, romantischeren und sinnlicheren Rhythmus sowie den Paartanz „agarradinho“. Forscher sehen seinen Rhythmus in der Nähe von Volksformen wie bumba-meu-boi und tambor de crioula; lokal erfolgreiche Lieder heißen „melô“ oder „pedra“. Ein geführter Rundgang durch das historische Zentrum führt zu Orten dieser Geschichte, begleitet von einer Tanzgruppe.
Das Museum umfasst fünf Räume im Historischen Zentrum von São Luís, darunter den Sala dos Imortais und vier Räume, die lokalen Reggae-Clubs gewidmet sind: Pop Som, Toque de Amor, União do BF und Espaço Aberto. Eine Bibliothek mit Büchern, Artikeln, Dissertationen und Abschlussarbeiten ermöglicht Forschung, und das Roots Café empfängt Besucher. Der Ort bietet zudem Shows, Festivals, Workshops und Tanzkurse.
Die Sammlung enthält eine Gitarre der Band Tribo de Jah und ein originales Radiola-System von Edmilson Tomé da Costa, einem Reggae-Pionier. Diese Gegenstände zeigen, wie handwerklich gefertigte Soundsysteme in der lokalen Musikszene entstanden.
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