Zeppelin tower, Zeppelin-Ankermast in Jiquiá, Recife, Brasilien
Der Zeppelin-Turm in Jiquiá ist ein Metallmast mit abwechselnd orangen und weißen Bändern, dessen vier schlanke Beine nach außen streben und von einem Gitterwerk weißer Streben ausgesteift werden. Über den Beinen führt ein senkrechter Schaft mit gerader Leiter zu einer breiten runden Plattform mit Geländer; darunter liegt zwischen den Beinen ein kleineres quadratisches Deck. Der Turm von 1930 war 16,5 m hoch; 1936 ersetzte ihn eine 19,5 m hohe, für den Hindenburg verstärkte Konstruktion.
Der Mast wurde 1930 errichtet, als Recife sich als südamerikanische Basis für deutsche Zeppelin-Flüge entwickelte. In den folgenden Jahren diente er als Anlegepunkt für legendäre Luftschiffe wie die Graf Zeppelin und die Hindenburg auf ihren Transatlantikfahrten.
Der Name Torre do Zeppelin erinnert an die Luftschiffe, die hier im Viertel Jiquiá, dem früheren Campo do Jiquiá, anlegten. Das Syndikat Condor kontrollierte den Kartenverkauf für den Zwischenstopp in Recife, und im April 1936 ging der Dirigent Heitor Villa-Lobos an Bord des LZ-129 Hindenburg nach Europa. Heute steht der Turm im Parque Jiquiá neben den Weltkriegsbunkern, die 2013 mit ihm restauriert wurden.
Der Turm steht im Parque Jiquiá im Stadtviertel Jiquiá von Recife und ist von den umliegenden Straßen aus zu sehen. Der Park umfasst auch die Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, die 2013 zusammen mit dem Turm restauriert wurden. Das Metallbauwerk steht im Freien; ein Besuch hängt vom Wetter und von der Öffnung des Parks ab.
Dies ist das letzte noch stehende Zeppelin-Anlegemast seiner Art auf der Welt und bewahrt damit ein seltenes Zeugnis des Zeitalters der Passagierluftschiffe. Die Struktur dokumentiert einen kurzen aber wegweisenden Moment in der Geschichte der Luftfahrt, bevor andere Transportmittel die Luftschiffe verdrängt haben.
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