Zeppelin tower, Zeppelin-Ankermast in Jiquiá, Recife, Brasilien
Der Zeppelin-Mast in Jiquiá ist ein schlankes Stahlgitterwerk, das sich etwa 38 Meter in den Himmel erhebt und mit Ankerpunkten und Plattformen zur Befestigung starrer Luftschiffe ausgestattet ist. Das Bauwerk ruht auf einem stabilen Betonfundament und zeigt die klassische Ingenieurskunst jener Luftfahrtepoche.
Der Mast wurde 1930 errichtet, als Recife sich als südamerikanische Basis für deutsche Zeppelin-Flüge entwickelte. In den folgenden Jahren diente er als Anlegepunkt für legendäre Luftschiffe wie die Graf Zeppelin und die Hindenburg auf ihren Transatlantikfahrten.
Der Mast symbolisiert Recifes Rolle als Drehscheibe für frühe transatlantische Verbindungen und verdeutlicht, wie die Stadt einst am Puls internationaler Luftfahrtentwicklung lag. Besucher können an diesem Ort nachvollziehen, wie bedeutsam solche Verkehrsrouten für die Wirtschaft und das Selbstverständnis der Region waren.
Der Mast befindet sich im Stadtviertel Jiquiá und ist von der Straße aus gut sichtbar, auch wenn der direkte Zugang eingeschränkt sein kann. Ein kleines Museum vor Ort zeigt Exponate zur Geschichte der Luftschifffahrt und dokumentiert die Instandhaltungsarbeiten dieser Zeit.
Dies ist das letzte noch stehende Zeppelin-Anlegemast seiner Art auf der Welt und bewahrt damit ein seltenes Zeugnis des Zeitalters der Passagierluftschiffe. Die Struktur dokumentiert einen kurzen aber wegweisenden Moment in der Geschichte der Luftfahrt, bevor andere Transportmittel die Luftschiffe verdrängt haben.
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