Kahal-Zur-Israel-Synagoge, jüdisches Museum und ehemalige Synagoge in der Rua do Bom Jesus, Recife, Brasilien
Kahal Zur Israel steht an der Rua do Bom Jesus 197, früher Rua dos Judeus, in der Altstadt von Recife. Die ursprüngliche Synagoge in den Häusern Nr. 197 und 203 wurde Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen; das heutige zweigeschossige Haus mit zwei Läden im Erdgeschoss wurde auf dem Grundstück errichtet und 2001 als jüdisches Museum eröffnet, das Synagogen des 17. und 18. Jahrhunderts sephardischer Prägung nachbildet. Zu sehen sind eine Tora, eine Bima und archäologische Funde des Originalbaus, darunter die Mikwe.
Gegründet 1636 von portugiesischen und spanischen sephardischen Juden, die im niederländischen Brasilien Zuflucht gefunden hatten, diente die Synagoge einer Gemeinde von etwa 1.450 Menschen; Rabbiner Isaac Aboab da Fonseca kam 1642. Nach der niederländischen Kapitulation 1654 verließen die Juden das Land, viele zogen nach Nieuw-Amsterdam. Der ursprüngliche Bau wurde Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen; eine Grabung bestätigte den Standort, wo 2001 ein Museum eröffnete.
Der Name Kahal Zur Israel bedeutet „Fels Israels“, nicht „Licht Israels“. Das Museum wurde 2001 in einem zweistöckigen Haus mit zwei Läden im Erdgeschoss eröffnet, das den sephardischen Synagogen des 17. und 18. Jahrhunderts nachempfunden ist. Jeden November lockt ein jüdisches Festival mit Tanz, Kino und Essen, von Gefilte Fish bis Fluden, rund 20.000 Besucher in die Synagoge und die Rua do Bom Jesus.
Das Gebäude befindet sich in der Altstadt von Recife und ist zu Fuß erreichbar, wobei die unmittelbare Umgebung leicht zu navigieren ist. Besucher sollten damit rechnen, dass die Führung durch die Räume langsam voranschreitet, um die Details und Erklärungen zu den einzelnen Bereichen vollständig aufnehmen zu können.
Die Synagoge wurde teilweise von Moses Cohen Henriques gegründet, einem früheren Kaperfahrer in niederländischen Diensten, der 1630 ein jüdisches Kontingent nach Itamaracá führte und sich später in Recife niederließ. Der Standort wurde durch archäologische Ausgrabungen bestätigt, die eine Mikwe mit sieben Stufen für die Reinigungsriten freilegten.
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