Pedra do Ingá, Alte Petroglyphen-Stätte in Ingá, Brasilien
Der Ingá-Stein ist eine 46 Meter lange Gneiss-Felswand mit über 400 eingeritzten Zeichen auf einer Fläche von 250 Quadratmetern im brasilianischen Bundesstaat Paraíba. Die Gravuren bedecken die glatte Oberfläche des Gesteins in unterschiedlichen Tiefen und Größen, wobei manche Motive nur wenige Zentimeter, andere mehr als einen Meter messen.
Datierungen mit der Radiokarbonmethode deuten darauf hin, dass die Felsritzungen vor etwa 6000 Jahren entstanden sind, obwohl Überschwemmungen Sedimente ablagerten, die genauere Messungen erschweren. Im 20. Jahrhundert begannen Forscher, die Gravuren systematisch zu dokumentieren und ihre Bedeutung zu untersuchen.
Die in den Fels gemeißelten Zeichen zeigen Tiere, Früchte, menschliche Gestalten und Himmelsobjekte, die Besucher heute noch auf der gesamten Felswand erkennen können. Besonders die Darstellungen astronomischer Muster fallen ins Auge, weil sie zeigen, wie die frühen Bewohner der Region den Himmel beobachteten.
Die Fundstelle liegt 96 Kilometer von João Pessoa entfernt und ist vor Vandalismus und Umweltschäden zu schützen. Besucher sollten auf den markierten Wegen bleiben, um die empfindlichen Gravuren nicht zu beschädigen.
Der spanische Ingenieur Francisco Pavía Alemany entdeckte eine Reihe von eingeritzten Schalen, die einen Sonnenkalender bilden und das tägliche Sonnenlicht über das Jahr hinweg verfolgen. Diese Anordnung zeigt, dass die Schöpfer der Gravuren astronomisches Wissen nutzten, um Jahreszeiten und Tage zu markieren.
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