Namaqua-Nationalpark, Naturschutzgebiet in Nordkap, Südafrika.
Der Namaqua-Nationalpark ist ein Schutzgebiet in der semiariden Landschaft der Nordkap-Provinz entlang der Atlantikküste. Das Gelände wird von Granitfelsen geprägt und beherbergt dichte Bestände von Sukkulenten sowie tausende von Wildblütenarten.
Der Park geht auf die Skilpad Wildflower Reserve zurück, die 1988 vom WWF South Africa auf 930 Hektar gegründet wurde. Aufkäufe von Farmland und Flächen der de Beers Company brachten das Gebiet auf 68.000 Hektar und den Status eines Nationalparks, der im August 1999 amtlich veröffentlicht wurde. Im November 2008 kamen weitere 36.000 Hektar als Dauerverleih (2 × 99 Jahre) von de Beers hinzu.
Der Name Namaqualand stammt von den Nama, Khoikhoi-Hirten, die mit ihrem Vieh durch diese Halbwüste zogen. Zur Blütezeit kommen jährlich rund 100.000 Besucher nach Namaqualand, etwa 65 % aus Südafrika und 35 % aus dem Ausland. Das Pflücken von Wildblumen ist verboten; die meisten Arten sind gesetzlich geschützt, Verstöße können mit Geldbußen geahndet werden.
Man erreicht das Gelände von Kapstadt aus über mehrere Stunden Fahrt auf der N7-Straße in den Norden. Vor Ort gibt es begrenzte Unterkunftsmöglichkeiten im Camp Skilpad mit einigen Hütten, daher sollte man frühzeitig buchen.
Im Küstenabschnitt des Parks leben Hottentotta arenaceus, ein blass orangegelber Skorpion, und die Spinne Asemesthes affinis, die sonst nur aus Angola bekannt ist. Bis 2017 wurden hier Spinnentiere aus 21 Familien erfasst, darunter 60 Spinnenarten.
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