Kiwusee, Süßwassersee zwischen Ruanda und Demokratischer Republik Kongo
Der Kivusee ist ein Süßwassersee zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo, der sich über hügeliges Terrain mit dicht bewachsenen Ufern erstreckt. Das Wasser erscheint in der Regel ruhig und tief blaugrau, umgeben von vulkanischen Hügeln und Terrassenfeldern, die bis zum Ufer reichen.
Europäer erreichten diese Gegend erst Ende des 19. Jahrhunderts, obwohl lokale Gemeinschaften schon lange zuvor am Ufer lebten und vom Fischfang abhingen. Die Grenzen zwischen den heutigen Staaten wurden während der Kolonialzeit gezogen und teilen das Gewässer bis heute.
Fischer verwenden noch heute kleine Holzboote mit Öllampen, um nachts Sardinen anzulocken und dann mit Netzen einzufangen. Diese Technik wird seit Generationen weitergegeben und prägt das nächtliche Bild auf dem Wasser.
Reisende finden entlang der ruandischen Küste mehrere Städte mit Unterkünften und Bootsverbindungen, während der kongolesische Zugang weniger erschlossen ist. Die Wassertemperatur bleibt das ganze Jahr über mild, sodass Baden in ausgewiesenen Bereichen möglich ist, sofern lokale Hinweise beachtet werden.
Unter der Oberfläche lagern große Mengen an gelöstem Gas, die zur Energiegewinnung genutzt werden und das Wasser von unten her schichten. Diese Bedingungen schaffen ein besonderes Ökosystem, in dem nur wenige Fischarten überleben können.
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