Malawisee, Süßwassersee im südöstlichen Afrika
Der Malawisee erstreckt sich über 563 Kilometer entlang der Grenzen von Malawi, Mosambik und Tansania und erreicht Tiefen von etwa 700 Metern in seinen tiefsten Abschnitten. Das Wasser ist außergewöhnlich klar, sodass man in flachen Bereichen den sandigen Grund und Felsformationen deutlich sehen kann.
Der portugiesische Händler Cândido José da Costa Cardoso dokumentierte den See erstmals im Jahr 1846, bevor David Livingstone ihn 1859 weiter erkundete. Der See war lange Zeit eine wichtige Handelsroute zwischen ostafrikanischen Küstenregionen und dem Binnenland.
Fischerdörfer entlang des Ufers nutzen handgefertigte Kanus und Netze für den täglichen Fang, während Frauen am Strand den Fisch über offenem Feuer trocknen und räuchern. Der Name Malawi stammt aus der Sprache der Maravi und bedeutet „flammendes Wasser
Der See bietet das ganze Jahr über Gelegenheiten zum Schnorcheln und Tauchen, wobei mehrere Zugangspunkte und Ausrüstungsverleihe in Ufernähe zu finden sind. Die ruhigsten Bedingungen herrschen meist am Morgen, wenn der Wind noch schwach ist und die Sicht unter Wasser am besten bleibt.
Der See beherbergt mehr Fischarten als jedes andere Gewässer weltweit, mit über 800 Buntbarscharten, die sich innerhalb seiner Grenzen entwickelt haben. Viele dieser Arten leben ausschließlich in bestimmten Felsspalten oder Sandzonen und kommen nirgendwo sonst auf der Erde vor.
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