Anjouan, Vulkaninsel auf den Komoren
Anjouan ist eine vulkanische Insel im Indischen Ozean mit steilen, bewaldeten Hängen und schwarzen Sandstränden. Der Berg Ntingui erhebt sich über 1.500 Meter und prägt mit seinem Gipfel die dreieckige Silhouette der Insel.
Die Franzosen etablierten 1886 ein Protektorat über Anjouan und vollzogen 1912 die formelle Annexion nach dem erzwungenen Rücktritt des letzten Sultans. Diese Phase prägte die administrative Struktur und den politischen Weg der Insel in den folgenden Jahrzehnten.
Die Bevölkerung spricht Shindzuani und folgt dem sunnitischen Islam, wobei afrikanische, arabische und französische Einflüsse in der täglichen Kultur lebendig sind. Diese Mischungen zeigen sich in den lokalen Bräuchen, der Architektur und der Art, wie Menschen miteinander umgehen.
Die Insel hat das ganze Jahr über Temperaturen zwischen 27 und 32 Grad Celsius, in den Bergen ist es kühler und in nordöstlichen Gebieten wärmer. Bei Besuchen sollte man sich auf feuchte Bedingungen und steile Wege vorbereiten, besonders wenn man ins Landesinnere wandert.
Lokale Bauern bauen ylang-ylang an, duftende Blüten, die zu hochwertigem ätherischen Öl verarbeitet werden. Die Insel ist heute einer der größten Produzenten dieses wertvollen Inhaltsstoffs für die Parfümindustrie weltweit.
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