Julius Nyerere, Wasserkraftwerk im Rufiji-Flussbecken, Tansania
Die Julius Nyerere Hydropower Station ist ein Wasserkraftwerk im Einzugsgebiet des Rufiji in Tansania, das aus einer 134 Meter hohen Betonmauer und neun Turbinen besteht. Die Anlage nutzt eine natürliche Schlucht, um Wasser durch unterirdische Tunnelsysteme zu den Generatoren zu leiten.
Ein deutscher Ingenieur namens Stiegler erkundete diese Schlucht im Jahr 1901 für mögliche Infrastrukturprojekte. Sechs Jahre später wurde er hier von einem Elefanten getötet, woraufhin die Schlucht nach ihm benannt wurde.
Der Kraftwerksbau spiegelt Tansanias Engagement für industrielle Entwicklung wider, gemäß der Vision des Unabhängigkeitsführers Julius Nyerere.
Die Anlage liegt in einem entlegenen Teil der Rufiji-Region und ist während der laufenden Bauarbeiten für Besucher nicht zugänglich. Straßenzugang zur Baustelle ist nur mit besonderen Genehmigungen möglich.
Das Reservoir wird mit 34 Milliarden Kubikmetern Wasser gefüllt, was es zur größten hydroelektrischen Anlage in Ostafrika macht. Diese Wassermenge reicht aus, um den gesamten Viktoriasee mehrere Zentimeter anzuheben.
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