Ol Doinyo Eburru, Aktiver Vulkankomplex im Großen Afrikanischen Grabenbruch, Kenia
Ol Doinyo Eburru ist ein rückenförmiger Vulkankomplex im Großen Afrikanischen Grabenbruch, nordwestlich des Naivashasees. Sein ost-westlich ausgerichtetes Massiv bedeckt 470 Quadratkilometer und hat zwei Gipfel, Eburru hill und West hill. Im Gipfelbereich liegen mehr als fünfzig Krater mit Durchmessern von 200 Metern bis 1,25 Kilometern sowie kleine Kegel, Kuppen und Lavaströme.
Der Eburru entstand in drei Phasen. Die erste, im Westen, hinterließ nur kleine Ausbisse pantelleritischer Lava. Die zweite baute den 19,5 km langen Waterloo Ridge im Osten aus pyroklastischen Eruptionen entlang einer Störungszone auf. Die dritte schuf Krater, Kegel, Dome und Lavaströme; die jüngsten Bildungen sind höchstens einige hundert Jahre alt.
Im Dorf Eburru, wo es wenig regnet, leiten die Bewohner aus dem Boden austretenden Dampf durch Rohre, kühlen ihn und sammeln das Kondenswasser in Brunnen als Brauchwasser. Das Verfahren wurde 1987 in der NHK-Dokumentarserie Dai Chikyu Kiko, Folge 2, „Die Erde, die aufreißt“, gezeigt.
Das Massiv liegt rund 15 km nordwestlich des Naivashasees und 20 km südlich des Elmenteitasees, nördlich davon erstreckt sich die Soysambu Conservancy zwischen beiden Seen. Der Zugang erfolgt auf dem Landweg von der Naivashaseite; das Gelände ist ein kammförmiger, erodierter Vulkankomplex mit Fumarolen entlang der Verwerfungen, und nahe Kratern und Schlackenkegeln ist der Untergrund locker. Dampfaustritte und heiße Böden finden sich im ganzen Massiv.
Die jüngsten Laven und Aschen des Eburru sind nur wenige hundert Jahre alt, und aus Schlackenkegeln und Kratern entlang der Störungen des Massivs treten noch immer Fumarolen aus. Im Dorf Eburru, wo es wenig regnet, wird dieser Dampf durch Rohre geleitet und gekühlt; das Kondenswasser sammelt man in Brunnen als Trinkwasser. Der NHK filmte diese Praxis 1987.
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