Britisch-Ostafrika, Verwaltungsregion in Ostafrika
Das East Africa Protectorate war ein Gebiet unter britischer Verwaltung in Ostafrika, das sich vom Indischen Ozean bis nach Uganda erstreckte. Die Landschaft wechselte von der Küste über Hochebenen bis zu Savannen und Wäldern, mit Nairobi als Verwaltungssitz ab 1907.
Die britische Verwaltung übernahm das Gebiet am 1. Juli 1895, nachdem kommerzielle Interessen in den 1880er Jahren den Weg bereitet hatten. Es blieb bis 1920 unter dieser Bezeichnung bestehen, als es in die Kenya Colony umgewandelt wurde.
Innerhalb seiner Grenzen lebten Menschen, die ganz unterschiedliche Sprachen wie Kikuyu, Luo, Kamba, Kimeru, Kisii und Nandi-Markweta sprachen und eigene Lebensweisen pflegten. Swahili entwickelte sich dabei zu einer Sprache, die den Austausch zwischen den Gruppen ermöglichte und bis heute im Alltag vieler ostafrikanischer Gemeinschaften präsent ist.
Viele Zeugnisse dieser Zeit sind heute in Museen und Archiven in Kenia einsehbar, vor allem in Nairobi und Mombasa. Wer sich für koloniale Geschichte interessiert, findet dort Dokumente, Fotografien und Objekte aus jener Epoche.
Vor der direkten britischen Herrschaft verwaltete die Imperial British East Africa Company einen Küstenstreifen, den sie vom Sultan von Sansibar gepachtet hatte. Dieser frühe Verwaltungsmodus endete, als die britische Regierung die Kontrolle übernahm und das gesamte Gebiet unter eine neue Ordnung stellte.
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