Chagos Marine Protected Area, Meeresschutzgebiet im zentralen Indischen Ozean.
Das Chagos-Meeresschutzgebiet ist ein weitläufiges Schutzgebiet im zentralen Indischen Ozean, das aus sieben Atollen und rund 70 Inseln besteht. Die Gewässer umfassen ausgedehnte Korallenriffe auf Kalksteinbasis sowie eine Vielzahl von Meeresbiotopen in großer Tiefe.
Das Gebiet wurde 2010 als Meeresschutzzone ausgewiesen, nachdem jahrelange Debatten über den Schutz der Meeresökosysteme in diesem entlegenen Teil des Ozeans geführt worden waren. Es handelt sich um eines der größten Meeresschutzgebiete der Welt unter britischer Verwaltung.
Das Gebiet trägt den Namen Chagos nach dem Chagos-Archipel, einer Inselgruppe im Zentrum des Indischen Ozeans. Die Gewässer rund um die Inseln gelten als einige der am wenigsten durch menschliche Aktivitäten beeinflussten Korallenriffe der Welt.
Der Zugang zu diesem Schutzgebiet ist streng reglementiert und erfordert eine ausdrückliche Genehmigung der zuständigen Behörden. Wer eine Reise dorthin plant, sollte sich sehr früh um die notwendigen Genehmigungen kümmern, da die Bearbeitung Zeit in Anspruch nimmt.
Unter den Gewässern des Schutzgebiets befinden sich zahlreiche unterseeische Bergformationen und Hügel, von denen viele noch nicht kartografiert sind. Meeresforscher kommen regelmäßig hierher, um diese verborgenen Strukturen zu dokumentieren, die in anderen Teilen des Ozeans selten so unberührt erhalten sind.
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