Fort de Kock, Kolonialfort in Bukittinggi, Indonesien
Fort de Kock ist eine Festungsanlage in Guguak Panjang, einer Ortschaft in Bukittinggi in Indonesien, die auf dem Hügel Bukit Jirek errichtet wurde. Reste von Verteidigungsmauern, Gräben und Kanonen aus dem 19. Jahrhundert prägen das Gelände, das einen weiten Blick über die Stadt bietet.
Captain Bouer ließ die Festung 1825 während der niederländischen Kolonialzeit errichten, um fünf einheimische Dörfer gegen die Padri-Bewegung zu sichern. Die Anlage wechselte später mehrfach die Funktion und diente während der japanischen Besatzung im Zweiten Weltkrieg als Stützpunkt.
Einheimische nutzen das alte Festungsgelände heute als Ort für Familienausflüge und morgendliche Spaziergänge durch die angelegten Gärten. Der holländische Name lebt weiter, obwohl die Anlage längst Teil der städtischen Kultur geworden ist und Jugendliche sich hier am Nachmittag zum Sport treffen.
Ein Fußweg vom Stadtzentrum führt zum Gelände hinauf, das heute als öffentlicher Park mit Spielplätzen und Sportflächen zugänglich ist. Der Besuch lohnt sich am Morgen oder späten Nachmittag, wenn die Sonne nicht zu stark scheint und mehr Einheimische unterwegs sind.
Die sternförmige Anlage wurde zum Ausgangspunkt für die Entwicklung der heutigen Stadt und wandelte sich von einer Militärposition zu einem Stadtkern. Unter dem Festungshügel verlaufen japanische Tunnel aus dem Zweiten Weltkrieg, die an manchen Tagen besichtigt werden können.
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