Carnarvonbecken, Sedimentbecken in Westaustralien.
Das Carnarvon-Becken ist ein Sedimentbecken entlang der Nordwestküste von Western Australia, das sich von der Küste bis weit ins Landesinnere erstreckt. Es besteht aus mehreren übereinandergelagerten Gesteins- und Sedimentschichten, die über geologische Zeiträume entstanden sind und heute als bedeutende Quelle von Kohlenwasserstoffen genutzt werden.
Die erste bedeutende Ölentdeckung im Carnarvon-Becken erfolgte 1953 und löste eine intensive Erkundungstätigkeit in der gesamten Region aus. In den folgenden Jahrzehnten wurden weitere Felder erschlossen, und das Becken wurde zu einem zentralen Element der Energieversorgung Australiens.
Der Carnarvon-Becken ist eine der wenigen Regionen Australiens, in denen Funde von marinen Fossilien aus sehr frühen geologischen Perioden direkt an der Oberfläche beobachtet werden können. Besucher, die sich für Geologie interessieren, können in einigen zugänglichen Teilen des Gebiets Gesteinsschichten sehen, die Hunderte von Millionen Jahre alt sind.
Das Gebiet ist kein typisches Reiseziel und der Zugang zu den meisten Teilen des Beckens ist auf Fachleute aus der Energie- und Forschungsbranche beschränkt. Wer die Region besuchen möchte, sollte sich im Voraus über die jeweiligen Zugangsbedingungen informieren, da viele Gebiete privat oder industriell genutzt werden.
Innerhalb des Carnarvon-Beckens befindet sich die Gnargoo-Struktur, ein alter Einschlagkrater mit einem Durchmesser von 75 Kilometern, der durch einen kosmischen Aufprall vor vielen Millionen Jahren entstanden ist. Diese Struktur ist vollständig unter Sedimentschichten begraben und von der Oberfläche aus nicht sichtbar, was sie zu einem der verborgenen geologischen Merkmale des australischen Kontinents macht.
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