Operation Hurricane, Atomtestgelände auf den Montebello-Inseln, Australien
Operation Hurricane war eine Serie von Kernwaffentests, die zwischen 1952 und 1956 auf den Montebello-Inseln durchgeführt wurden, einer Gruppe von Koralleninseln etwa 130 Kilometer vor der Küste von Pilbara in Westaustralien. Der Testgelände war über mehrere kleine Inseln verteilt, wobei die meisten Detonationen unter Wasser oder auf dem Gelände stattfanden.
Großbritannien führte seinen ersten Atomtest am 3. Oktober 1952 durch, bei dem eine Waffe mit einer Sprengkraft von 25 Kilotonnen in einem Schiff vor der Insel Trimouille gezündet wurde. Nach diesem Durchbruch folgten mehrere weitere Tests in der Serie, die Großbritannien fest als Atomkraft in der Welt etablierten.
Die Kernwaffenversuche markierten einen Wendepunkt in der Militärgeschichte, da sie Großbritannien als dritte Atommacht nach den USA und der Sowjetunion etablierten. Dieses Ereignis veränderte die globale Sicherheitspolitik und prägte das Selbstverständnis Britanniens in der Nachkriegszeit.
Das Gebiet bleibt aus Sicherheitsgründen stark eingeschränkt, wobei nur bestimmte Bereiche für Besucher nach Strahlenuntersuchungen zugänglich sind. Wer sich dem Ort nähern möchte, sollte sich vorher über aktuelle Zugangsbestimmungen informieren, da sich diese je nach Messergebnissen verändern können.
Die Unterwasserdetonation hinterließ eine ungewöhnliche schüsselförmige Vertiefung auf dem Meeresboden, die etwa 300 Meter im Durchmesser und 6 Meter tief ist. Diese physische Spur des Tests ist bis heute ein markantes Merkmal des Meeresbodens in der Region.
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