Golden Pipeline, Historische Wasserinfrastruktur in Westaustralien, Australien.
Das Goldfields Water Supply Scheme ist ein Rohrleitungssystem, das Mundaring Weir in der Nähe von Perth über 566 Kilometer mit Kalgoorlie verbindet und mehr als 100.000 Bewohner in der Region Eastern Goldfields mit Wasser versorgt. Entlang der Strecke befinden sich acht Pumpstationen, von denen sechs ursprüngliche dampfbetriebene Anlagen noch heute als funktionsfähige Teile des Systems erhalten sind.
Der Ingenieur C.Y. O'Connor vollendete das System im Jahr 1903, um den dringenden Wasserbedarf während des Goldrausches in Western Australia zu decken. Die Fertigstellung ermöglichte die dauerhafte Besiedlung der Bergbaugebiete und sicherte das Überleben der Ortschaften im trockenen Landesinneren.
Die Namen der Pumpstationen entlang der Leitung erinnern an die Pionierzeit des Bergbaus und zeigen, wie Wasser die Besiedlung des Landesinneren überhaupt erst ermöglichte. Heute kann man an mehreren Stationen noch die alte Maschinentechnik sehen und nachvollziehen, wie komplex die Wasserversorgung für die entlegenen Goldfelder war.
Einige Pumpstationen sind für Besucher zugänglich und bieten Einblick in die historische Ingenieursarbeit, während andere weiterhin aktiv das Wasser befördern. Die Anlagen liegen entlang abgelegener Straßen zwischen Perth und Kalgoorlie, daher ist Planung für Fahrten ins Outback nötig.
Die American Society of Civil Engineers verlieh dem Projekt den Titel International Historic Civil Engineering Landmark wegen seiner technischen Leistungen. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung war es die längste Süßwasserleitung der Welt und galt als technisches Wagnis, das viele für unmöglich hielten.
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