Woomera Immigration Reception and Processing Centre, Einwanderungshaftzentrum in Südaustralien.
Das Woomera Immigration Reception and Processing Centre war eine Haftstätte in Australien für Menschen im Einwanderungsprozess, die sich auf einem großen Gelände in der abgelegenen Outback-Region mit Sicherheitszäunen befand. Die Infrastruktur umfasste Wohnquartiere, Verwaltungsgebäude und überwachte Bereiche zur Bearbeitung von Fällen und Unterbringung von Personen.
Die Einrichtung wurde 1999 gegründet und war Teil der australischen Reaktion auf erhöhte Einwanderungsfälle in den späten 1990er Jahren. Sie wurde Anfang der 2000er Jahre geschlossen, nachdem sie in nationale Debatten über Menschenrechte und Migrationspolitik verwickelt worden war.
Das Zentrum wurde zum Mittelpunkt von Debatten über australische Einwanderungspolitik und inspirierte Künstler, Werke zu schaffen, die sich mit den Bedingungen der Inhaftierung auseinandersetzen. Diese künstlerischen Reaktionen zeigen, wie der Ort in der öffentlichen Wahrnehmung und im kulturellen Diskurs eine wichtige Rolle spielte.
Der Ort befindet sich in einem abgelegenen Gebiet des Bundesstaates und ist schwer zu erreichen. Besucher sollten im Voraus planen, da die nächsten größeren Orte weit entfernt sind und die Infrastruktur begrenzt ist.
Im Juni 2000 verließen etwa 480 Häftlinge das Gelände gleichzeitig und marschierten in organisiertem Protest in die nahegelegene Ortschaft. Diese Massenaktion wurde zu einem bekannten Moment in der Geschichte der australischen Einwanderungspolitik und zeigte den Widerstand gegen die Bedingungen vor Ort.
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