Pura Tanah Lot, Hindu-Tempel auf Felsformation in Beraban, Indonesien
Tanah Lot ist ein hinduistischer Tempel auf einem vorgelagerten Felsen in Beraban, Indonesien, der nur bei Ebbe zu Fuß erreichbar ist. Seine Schreine stehen auf der Felsspitze: ein mehrstufiger Turm aus dunklem Material hinten links und ein größerer offener Pavillon mit hohem, hellem Strohdach auf Pfeilern rechts. Steintreppen führen zwischen ihnen hinauf, vorbei an grünen Bäumen und Sträuchern mit rosa Blüten.
Der Legende nach meditierte der javanische Brahmane Dang Hyang Nirartha im 16. Jahrhundert auf einem Felsen in Beraban, versetzte ihn mit spiritueller Kraft ins Meer und errichtete dort einen Schrein. Der lokale Herrscher Bendesa Beraban Sakti, zunächst sein Gegner, wurde mit den Dorfbewohnern sein Anhänger. Der Ort ist einer der sieben Meerestempel Balis, geweiht dem Meeresgott Dewa Baruna.
Der Tempel erhielt seinen Namen von den balinesischen Wörtern für Land und Meer, da er auf einem Felsen zwischen beiden Elementen liegt. Priester aus der Region halten regelmäßig Zeremonien ab, bei denen Gläubige mit Blumen und Räucherwerk Opfergaben darbringen.
Besucher sollten das Gelände bei Ebbe aufsuchen, um über den freiliegenden Weg bis nah an den Tempel zu gelangen. Die Umgebung bietet schattige Bereiche mit Bänken, von denen aus man den Sonnenuntergang über dem Wasser beobachten kann.
Schlangen leben in Höhlen am Sockel des Felsens und gelten bei der lokalen Bevölkerung als Wächter der Kultstätte. Besucher können diese Tiere während der Niedrigwasserphase in den natürlichen Spalten des Gesteins sehen.
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