Gedung Sate, Regierungsgebäude in Bandung, Indonesien
Das Gedung Sate ist ein langer, symmetrischer weißer Bau in Bandung mit einem dunklen, flach geneigten Dach. Sein Mittelteil erhebt sich zu einem weißen Turm, der von einem dunklen Stufendach und einer dünnen Spitze bekrönt wird; unter der Spitze liegen zwei Reihen kleiner Fenster und eine dunkle bogige Nische mit vertikalen Elementen. Die Flügel haben Reihen rechteckiger Fenster mit dunklen Rahmen und eine Reihe kleiner runder Fenster unter der Traufe, während ein rot-weißes Vordach auf Bodenniveau entlang der unteren Fassade verläuft.
Der niederländische Architekt J. Gerber begann den Bau zwischen 1920 und 1924 für die Kolonialverwaltung. Nach der Unabhängigkeit übernahm die Provinz Westjava das Gebäude als Sitz des Gouverneurs.
Der Name stammt vom Schmuck des Mittelturms, der an einen Satéspieß erinnert: Die Quellen nennen sechs Saté-Ornamente, teils als Wasserapfel oder Jasmin bezeichnet, die für die sechs Millionen Gulden Baukosten stehen. Das Turmdach folgt Formen balinesischer Tempel oder thailändischer Pagoden, die Fenster einem maurisch-spanischen Motiv.
Das Gebäude an der Jalan Diponegoro 22 bleibt während der Woche als Regierungssitz in Betrieb, doch ein kleines Museum im Inneren öffnet für Besucher. Wer den Innenhof betreten möchte, sollte sich vorher über die Zugangsregeln informieren.
Die sechs Kugeln auf dem Turm sollen die sechs Millionen Gulden symbolisieren, die der Bau gekostet hat, eine Summe, die damals als sehr hoch galt. Dadurch entstand der Vergleich mit Satéspießen, der dem Gebäude seinen populären Namen gab.
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