Mountain Sewu Geopark, UNESCO Global Geopark in Gunungkidul, Indonesien.
Der Gunung-Sewu-Geopark erstreckt sich entlang der Südküste Javas durch Gunungkidul, Wonogiri und Pacitan: eine Karstkette aus rund 40.000 kegelförmigen Kalksteinhügeln. An der Oberfläche liegen Karsttäler und -seen; mindestens 119 Höhlen enthalten Stalaktiten, Stalagmiten und unterirdische Flüsse. Das Foto zeigt einen breiten ockerfarbenen Hügel mit verstreuten Sträuchern, ein dichtes grünes Vegetationsband und einen Aufschluss weißen, rosarot gestreiften Gesteins.
Die Kalksteinkette entstand durch die Hebung des Meeresbodens vor Jahrtausenden. 1993 schlug die International Union of Speleology das Karstgebiet als Naturwelterbe vor, und im September 2015 ernannte die UNESCO es zum Globalen Geopark. In den Höhlen fand man menschliche Fossilien aus der Altsteinzeit von etwa 1,8 Millionen Jahren sowie steinerne Jagdwerkzeuge.
Der Name Gunung Sewu bedeutet "Tausend Berge" und bezieht sich auf die rund 40.000 kegelförmigen Kalksteinhügel des Karsts. Einheimische Höhlenforscher unterscheiden vertikale Höhlen, auf Javanisch luweng genannt, von horizontalen; Luweng Jomblang und Luwung Grubug in Semanu sind bei speläologischen Gruppen bekannt.
Besucher können Höhlen erkunden und auf markierten Wegen wandern, wobei Informationszentren und lokale Führer vor Ort Erklärungen anbieten. Die beste Zeit zum Besuch ist während der Trockenzeit, wenn die Wege zugänglich und sicher sind.
Unter dem trockenen Karstboden verbirgt sich ein Netzwerk von unterirdischen Flüssen und Quellen, das Wasser über große Entfernungen zu Dörfern in allen drei Regionen transportiert. Diese unsichtbaren Wasserstraßen sind für die Bewohner überlebensnotwendig und zeigen, wie eng die Geologie des Ortes mit dem täglichen Leben verflochten ist.
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