Pontianak, Provinzhauptstadt in West-Kalimantan, Indonesien
Pontianak liegt am Delta des Kapuas-Flusses im Westen der Insel Borneo und dient als Hauptstadt der Provinz Westkalimantan. Die Stadt erstreckt sich über mehrere Flussarme, wobei viele Wohnviertel und Märkte auf Stelzen gebaut sind, um bei wechselnden Wasserständen trocken zu bleiben.
Im Jahr 1771 gründete Sultan Syarif Abdurrachman Alkadrie die Siedlung als Handelsstützpunkt und Sitz eines malaiischen Sultanats. Nach der niederländischen Kolonialherrschaft wurde der Ort zu einem Verwaltungszentrum der Region ausgebaut und erhielt nach der Unabhängigkeit Indonesiens den Status einer Provinzhauptstadt.
Die Moschee Abdurrachman gehört zu den ältesten Gebetsorten der Region und zeigt eine Mischung aus malaiischen und nahöstlichen Baustilen. Entlang des Flussufers stehen hölzerne Kaufmannshäuser mit bemalten Fassaden, die von chinesischen Händlerfamilien seit mehreren Generationen bewohnt werden.
Der internationale Flughafen Supadio verbindet die Stadt mit größeren indonesischen Zielen und einigen Routen nach Malaysia, während der Hafen regionale Schiffsverbindungen anbietet. Viele Straßen in Flussnähe verlaufen entlang schmaler Holzstege, daher sollte man bei Regen und bei Dunkelheit vorsichtig gehen.
Etwa drei Kilometer nördlich der Stadt verläuft der Äquator, wo ein kleines Denkmal an die geografische Lage erinnert. Zweimal im Jahr, während der Tagundnachtgleiche, werfen Gegenstände hier mittags keinen Schatten, da die Sonne genau senkrecht über dem Boden steht.
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