Ijen, Vulkankratersee in Ost-Java, Indonesien
Ijen ist ein Stratovulkan in Bondowoso, Ost-Java, dessen Krater einen türkisfarbenen See von etwa einem Kilometer Breite enthält. Der See liegt von steilen vulkanischen Wänden umgeben auf einer Höhe von 2769 Metern über dem Meeresspiegel.
Die Schwefelgewinnung am Vulkan begann vor über sieben Jahrhunderten und entwickelte sich zu einer kontinuierlichen Bergbautradition. Die Arbeit ging durch Generationen weiter und versorgt bis heute Industrien mit vulkanischem Schwefel.
Schwefelträger arbeiten täglich am Kraterrand und nutzen geflochtene Körbe aus Bambus, die sie auf den Schultern zum Rand hinauftragen. Die gelben Brocken werden von Hand aus den Fumarolen gebrochen und ergeben nach dem Trocknen reines Schwefelmaterial für Industrie und Landwirtschaft.
Besucher brauchen Gasmasken und festes Schuhwerk für den etwa drei Kilometer langen Aufstieg zum Kraterrand. Die blauen Flammen sind am besten zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang sichtbar, wenn die Dunkelheit das Leuchten hervorhebt.
Vulkangase entzünden sich beim Kontakt mit Luft und erzeugen natürliche blaue Flammen, die in der Nacht sichtbar werden. Das Phänomen tritt auf, weil brennender Schwefel bei hohen Temperaturen ein blaues Licht abgibt statt des üblichen Gelb oder Orange.
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