Bass-Straße, Meerenge zwischen Tasmanien und Victoria, Australien
Der Bass Strait ist ein Wasserkanal zwischen dem australischen Festland und Tasmanien. Er trennt die Küste Victorias im Norden von der tasmanischen Nordküste auf einer Breite von rund 240 Kilometer.
Matthew Flinders benannte diesen Wasserweg 1798 nach George Bass, nachdem die beiden Entdecker gemeinsam um Tasmanien gesegelt waren und dessen insulare Lage bestätigten. Erdgasvorkommen, die ab 1965 entdeckt wurden, machten die Region zum ersten Offshore-Fördergebiet Australiens.
Der Name des Wasserkanals erinnert an George Bass, einen Schiffsarzt und Entdecker, dessen Erkundungsfahrten die australische Küstengeografie grundlegend veränderten. Fischer und Seeleute entwickelten über Generationen ein spezielles Wissen über Strömungen und Winde, das heute noch bei der Navigation durch diese Gewässer hilft.
Fährverbindungen überqueren den Wasserkanal regelmäßig zwischen Melbourne und Nordtasmanien, sowohl tagsüber als auch nachts. Die Überfahrt dauert mehrere Stunden und kann bei Wind und Wellen anspruchsvoll sein.
Unterwasserplattformen stehen auf dem Meeresboden und fördern seit Ende der 1960er Jahre Erdgas, das durch Pipelines an Land transportiert wird. Diese Anlagen veränderten die Wirtschaft beider Küsten grundlegend und machen die Region bis heute zu einem wichtigen Energielieferanten.
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