Burning Mountain, Naturreservat in Wingen, Australien.
Burning Mountain ist ein Hügel in New South Wales in dem seit Jahrtausenden ein Kohleflöz unter der Erde brennt. An der Oberfläche zeigen sich warme Felsen mit gelblichen und rötlichen Verfärbungen sowie vereinzelte Rauchsäulen die aus Rissen im Boden aufsteigen.
Europäische Siedler hielten den rauchenden Berg Anfang des 19. Jahrhunderts für einen Vulkan bis der Geologe Reverend Wilton 1829 nachwies dass es sich um ein brennendes Kohleflöz handelt. Radiokarbondatierungen ergaben später dass das Feuer bereits vor rund 6000 Jahren begann, vermutlich durch einen Blitzschlag entzündet.
Der Name Wingen stammt aus der Sprache der Ureinwohner und bedeutet Feuer, eine Bezeichnung die sich auf das unterirdische Glühen bezieht. Heute können Besucher am Boden erwärmte Stellen ertasten und beobachten wie aus Spalten im Gestein dünner Rauch aufsteigt.
Der Rundweg führt über zwei Kilometer durch die Schutzzone und steigt moderat an, wobei festes Schuhwerk und ausreichend Trinkwasser empfohlen werden. Infotafeln entlang des Pfades erklären geologische Phänomene und weisen auf Stellen hin an denen die Bodentemperatur spürbar steigt.
Das unterirdische Feuer wandert mit etwa einem Meter pro Jahr nach Süden und verändert dabei die Zusammensetzung des Bodens über ihm. An manchen Tagen lässt sich beobachten wie kleine Erdrutsche entstehen wenn das Gestein unter der Oberfläche nachgibt.
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