Ironbottom Sound, Seestraße zwischen Guadalcanal und den Florida-Inseln, Salomonen.
Ironbottom Sound ist eine Meerenge zwischen Guadalcanal und den Florida-Inseln in den Salomonen, die beide Landmassen durch einen tiefen Kanal trennt. Unterwasserabhänge fallen steil ab und der Boden liegt an vielen Stellen mehr als 200 Meter unter der Oberfläche, während Strömungen durch die enge Passage ziehen.
Zwischen August 1942 und Februar 1943 versanken hier über 50 Kriegsschiffe während mehrerer Seeschlachten im Pazifikkrieg. Die Kämpfe um Guadalcanal machten diesen Wasserweg zu einem Brennpunkt der militärischen Auseinandersetzungen in der Region.
Dieser Meeresabschnitt trägt seinen Namen nach der großen Zahl an gesunkenen Schiffen, deren eiserne Rümpfe auf dem Grund liegen. Fischer aus den nahen Dörfern meiden manchmal bestimmte Stellen, weil dort starke Strömungen das Ankern erschweren und alte Wracks die Netze gefährden können.
Tauchgänge zu den versunkenen Schiffen erfordern technische Ausbildung und spezialisierte Ausrüstung, da Tiefe und Strömung hohes Können verlangen. Bootsfahrten über die Meerenge sind meist ruhig, doch bei starkem Wind können sich Wellen schnell aufbauen.
Am Grund liegen Zerstörer, Kreuzer und Transportschiffe beider kriegführenden Seiten nahe beieinander, manche nur wenige hundert Meter voneinander entfernt. Tauchexperten berichten von gut erhaltenen Geschütztürmen und Schiffsbrücken, die im klaren Wasser sichtbar bleiben.
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