Hawaiian tropical rainforests, Tropische Regenwald-Ökoregion auf den Hawaii-Inseln, Vereinigte Staaten.
Die hawaiischen tropischen Regenwälder bilden eine WWF-Ökoregion (OC0106) von 6.700 km² an den Luvhängen der großen Inseln, vom küstennahen mesischen Wald auf Meereshöhe bis zum Feuchtwald zwischen 1.250 und 1.700 m. Das Kronendach wird von ʻŌhiʻa lehua (Metrosideros polymorpha) und Koa (Acacia koa) dominiert, dazu Baumfarne der Gattung Cibotium sowie epiphytische Farne, Moose und Orchideen auf den Stämmen. Moore auf Bergplateaus tragen Zwerg-ʻŌhiʻa und Seggen.
Diese Wälder entwickelten sich über Millionen von Jahren in völliger Isolation und führten zur Entstehung von Hunderten von Arten, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen. Die Besiedlung durch Pflanzen und Tiere kam hauptsächlich durch Wind und Vögel zustande, die Samen und Sporen über große Entfernungen transportierten.
Die polynesischen Einführungen Kukui, Milo, Noni, Pia und Kī wachsen seit 1.000 bis 2.000 Jahren in den Küstenwäldern, zusammen mit den einheimischen Hala und Hau. Drei Orchideen sind auf Hawaiʻi endemisch: Anoectochilus sandvicensis, Liparis hawaiensis und Peristylus holochila. Der Wald ist zudem Hauptlebensraum des Nēnē, der Hawaiigans, die in den höheren, windigen Lagen lebt und als gefährdet eingestuft ist.
Die Ökoregion ist kein einzelnes Gebiet: Sie überlebt vor allem in Bergregionen der größeren Inseln, etwa im Olaa Forest im Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark. Die Wälder der tieferen Lagen wurden weitgehend für Weide und Ackerbau gerodet, und verwilderte Schweine und Hirsche schädigen die Reste. Bleiben Sie auf markierten Wegen wie den Holzstegen des Parks, um Boden und Wurzeln zu schonen.
Diese Wälder haben keine natürlich vorkommenden Ameisen – eine Abwesenheit, die zu ungewöhnlichen Überlebensstrategien bei anderen Insekten führte. Mottenraupen haben sich hier zu räuberischen Jägern entwickelt und füllen damit eine ökologische Nische, die anderswo von Ameisen besetzt ist.
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