Chisana, Census-designated place im US-Bundesstaat Alaska
Chisana ist eine ehemalige Bergbausiedlung in den Wrangell Mountains in Alaska, die heute etwa zwanzig Gebäude aufweist und nur per Flugzeug oder Packpferd erreichbar ist. Die Häuser bestehen aus Rundholz mit eingekerbten Ecken, Lehmziegeldächern und Leinwandwänden, errichtet ohne viele neue Materialien aus der Ferne.
Chisana entstand 1913, als Billy James, seine Frau Matilda und Nels Nelson Gold am Bonanza Creek fanden und etwa fünftausend Prospektoren herbeilockte. Nach dem Goldrausch verließ die Bevölkerung die Stadt allmählich, die Post schloss 1939 und es wurde ein Geisterort mit nur noch wenigen Bewohnern.
Der Name Chisana stammt aus der einheimischen Sprache und bezieht sich auf die geografische Lage in diesem Tal. Die wenigen Gebäude, die noch stehen, zeigen wie die Prospektoren dort lebten: einfache Blockhütten mit Leinwandwänden innen, gebaut für Dauerhaftigkeit in der rauen Natur ohne moderne Komforts.
Der Ort ist nur mit kleinen Flugzeugen oder zu Fuß mit Packpferden erreichbar, es gibt keine Elektrizität, Telefon, Kanalisation oder fließendes Wasser. Besucher sollten Vorräte mitbringen und die Reise sorgfältig planen, da die nächsten Versorgungsmöglichkeiten in entfernten Orten wie McCarthy liegen.
Der Ort war einmal als die größte Blockhütten-Stadt der Welt bekannt und hatte auf seinem Höhepunkt von 1913 bis 1915 etwa vierhundert Gebäude. Heute können Besucher die wiederhergestellte Too Much Johnson Cabin kostenlos auf First-Come-First-Served-Basis nutzen und sich das Leben während der Hochzeit des Goldrauschs vorstellen.
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