Millard House, Textilblockhaus in Pasadena, Vereinigte Staaten.
Das Millard House ist ein Wohngebäude im organischen Stil in Pasadena in den Vereinigten Staaten, das über drei Stockwerke und rund 220 Quadratmeter Wohnfläche verfügt. Die Betonblöcke bilden durchbrochene Wandflächen, die zusammen mit Terrassen und flachen Wasserbecken eine durchlässige Architektur erzeugen, bei der Innenräume und Garten ineinander übergehen.
Frank Lloyd Wright errichtete dieses Wohnhaus 1923 für Alice Millard, eine Händlerin seltener Bücher, wobei er Betonblöcke verwendete, die vor Ort aus Material des Grundstücks hergestellt wurden. Das Projekt markierte einen Wendepunkt in seiner Arbeit, da er hier erstmals ein modulares Bausystem einsetzte, das industrielle Vorfertigung mit handwerklicher Detailarbeit verband.
Das Gebäude stellt eine Abkehr von Wrights Prairie-Stil dar und führt modulare Bauweisen ein, um Architektur zugänglicher zu machen.
Der Zugang erfolgt über den mittleren Stock, wo sich ein großer Wohnbereich mit direkter Verbindung zu den umliegenden Außenflächen befindet. Die Küche und der Essbereich liegen im unteren Geschoss, während sich das Hauptschlafzimmer im oberen Stockwerk befindet und zusätzliche Rückzugsmöglichkeiten bietet.
Jeder Betonblock trägt ein geometrisches Relief, das durch ein spezielles Gussverfahren entsteht und bei dem die Blöcke ineinandergreifen, sodass die Wände ohne zusätzlichen Mörtel stehen. Durch die Perforierung einzelner Blöcke entstehen an verschiedenen Stellen gefilterte Lichteffekte, die sich im Tagesverlauf verändern.
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