Monte Albán, Präkolumbische archäologische Stätte in Santa Cruz Xoxocotlán, Mexiko.
Monte Albán ist eine archäologische Stätte auf Bergterrassen in Santa Cruz Xoxocotlán in Mexiko, die sich auf 1940 Metern Höhe ausdehnt und Pyramiden, Plätze und Zeremonialbauten umfasst. Der zentrale Platz ist von niedrigen Plattformen, Treppen und steinernen Stelen umgeben, die eine klare räumliche Ordnung bilden.
Die Anlage diente ab etwa 500 vor Christus als Hauptstadt der Zapoteken und blieb bis ungefähr 800 nach Christus bewohnt. Im vierzehnten Jahrhundert nutzten Mixteken die verlassenen Bauten für Bestattungen und religiöse Zeremonien.
Der Name bezieht sich auf die weißen Abhänge aus Kalkstein und Feldspat, die aus der Ferne wie Schnee erscheinen und der Anlage ihren spanischen Namen gaben. In den Inschriften und Grabbeigaben erkennt man die Bedeutung astronomischer Zyklen für Aussaat und Ernte, die das Leben der Bewohner über Jahrhunderte prägten.
Der Aufstieg führt über steile Wege und steht Besuchern offen, die sicheres Schuhwerk tragen und sich auf längere Fußmärsche bei wechselnder Witterung einstellen sollten. Die Aussicht über die Täler ist bei klarem Himmel am Vormittag besonders gut, wenn die Sonne noch nicht zu hoch steht.
Ein eigenes Bauwerk, das aus der geraden Nord-Süd-Achse der anderen Plattformen abweicht, richtet seine Fassade nach Südwesten aus und zeigt Verbindungen zu fernen Ortschaften. Diese Ausrichtung half dabei, Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen zu beobachten und den Kalender zu bestimmen.
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