Tazumal, Maya-Ausgrabungsstätte in Chalchuapa, El Salvador.
Tazumal ist eine archäologische Fundstätte bei Chalchuapa im Westen von El Salvador, wo mehrere Steinbauten und eine Anlage für rituelle Ballspiele sichtbar werden. Die Hauptpyramide ragt in 14 Stufen etwa 23 Meter (75 Fuß) empor und bildet mit Plattformen und Tempeln einen ausgedehnten Komplex aus behauenen Blöcken.
Menschen siedelten hier bereits um 1000 vor unserer Zeit und errichteten etwa ab 100 die ersten großen Bauten. Der Ausbruch des Vulkans Ilopango um 540 führte zu einer Unterbrechung, doch ab 650 entstand die Pyramide in ihrer heutigen Form mit mehreren Umbauphasen bis zur Aufgabe um 1200.
Der Name stammt vom Nahua-Begriff für »Pyramide, wo die Opfer verbrannten«, ein Hinweis auf rituelle Feuer, die einst hier loderten. Besucher sehen Reste von Stuck und Altären, die zeigen, wie religiöse Handlungen den Alltag prägten.
Die Anlage ist von Dienstag bis Sonntag zwischen 9 und 16 Uhr geöffnet; früher Besuch bietet kühlere Temperaturen und weniger Besucher. Am Eingang steht ein Informationsschalter, wo man Führungen anfragen und Hinweise zu Wegen und Aussichtspunkten erhalten kann.
Bei Ausgrabungen fand man drei goldene Schmuckstücke aus dem 8. Jahrhundert, eine seltene Entdeckung im Maya-Gebiet, da Metall dort selten bearbeitet wurde. Ein Grab unter einer der Plattformen enthielt Keramik aus Teotihuacan, die einen direkten Kontakt zwischen beiden Kulturen belegt.
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