Office of the Comptroller General of Colombia, Staatliche Aufsichtsbehörde in Bogotá, Kolumbien.
Das Büro befindet sich in Bogotá und beaufsichtigt die ordnungsgemäße Verwendung staatlicher Mittel durch Prüfungen und Bewertungen in allen Regierungsbereichen. Die Behörde verfasst Berichte über öffentliche Ausgaben und stellt sicher, dass Steuergelder nach den gesetzlichen Vorgaben verwaltet werden.
Die Behörde wurde 1923 als Reaktion auf Empfehlungen des amerikanischen Ökonomen Edwin Walter Kemmerer gegründet, der während einer Phase finanzieller Reformen nach Kolumbien kam. Seine Vorschläge zielten darauf ab, die Verwaltung öffentlicher Gelder zu modernisieren und eine unabhängige Aufsicht zu schaffen.
Der Name stammt vom spanischen „contralor“, dem Beamten, der Rechnungen gegenzeichnet und prüft. Seit 1923 prüft die Contraloría alle drei Staatsgewalten, öffentliche Universitäten, Staatsunternehmen und sogar Notare, die öffentliche Gelder verwalten. Auf Antrag von Bürgern kann sie ein kommunales oder departamentales Verfahren übernehmen.
Der erste Sitz nahm am 1. September 1923 an der Carrera 9 Ecke Calle 12 im nördlichen Teil des historischen Viertels La Candelaria in Bogotá seinen Betrieb auf. Amtsinhaber ist Carlos Felipe Córdoba Larrarte. Die Finanzkontrolle teilt sich mit den Contralorías der Departamentos und Gemeinden, die für Einrichtungen ihres Gebiets zuständig sind.
Der Generalrechnungsprüfer wird vom Präsidenten ernannt; Artikel 268 der Verfassung von 1991 legt seine Aufgaben fest. Die Prüfungen der Behörde erfassen Exekutive, Legislative und Judikative sowie autonome Organe wie öffentliche Universitäten und die Banco de la República, doch die Disziplinargewalt über die Zentralbank liegt allein beim Präsidenten.
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