Iguaque Fauna and Flora Sanctuary, Naturschutzgebiet in Boyacá, Kolumbien
Das Iguaque Fauna and Flora Sanctuary ist ein Schutzgebiet in den Anden Colombias, das von 2.400 bis 3.800 Metern Höhe mehrere unterschiedliche Landschaften umfasst. Hochmoor-Lebensräume, Andenwälder und Bergwiesen bilden zusammen ein reich bestücktes Ökosystem mit acht Seen, von denen der größte Iguaque-See ist.
Das Schutzgebiet wurde 1977 gegründet; der chinesische Wikipedia-Artikel nennt 1997, doch der spanische Artikel und die Parkunterlagen geben 1977 an. Es liegt im Einzugsgebiet des Río Cane-Iguaque, das 19.759 Hektar und 20 Veredas von Arcabuco, Chíquiza und Villa de Leyva umfasst. Vor der spanischen Eroberung galt den Muisca der Iguaque-See als heilig, als Ort des Ursprungs der Menschheit.
Der Name des Schutzgebiets stammt von den Muisca, die den Iguaque-See als heilig verehrten, als Ort, an dem die Menschheit entstand: Die Göttin Bachué, „die Frau mit den hohen Brüsten“, stieg mit einem Kind aus seinen Wassern. Der See und seine acht Gefährten, darunter Cazadero, Empedrada und Ojo de Agua, stehen bis heute im Mittelpunkt lokaler Wassertraditionen.
Für den Besuch ist ein zertifizierter Führer erforderlich, den man direkt bei der Parkverwaltung bucht. Vorher sollte man den Park kontaktieren, um die Besucherkapazität zu erfragen, freie Plätze zu prüfen und Termine zu bestätigen. Die Route verläuft zwischen 2400 und 3800 Metern Höhe, wo die mittleren Temperaturen 4 bis 12 °C betragen.
Das Gebiet ernährt Wasser für dutzende Tausend Menschen in der Region und ist damit nicht nur ein Naturschutzgebiet, sondern auch eine lebensnotwendige Wasserquelle. Die acht Seen funktionieren wie ein natürliches Wasserspeichersystem, das während der Trockenzeiten die lokalen Gemeinden versorgt.
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