Moskitoküste, Karibische Küstenregion in Nicaragua.
Die Mosquito Coast erstreckt sich entlang des Karibischen Meers und umfasst Regenwälder, Lagunen und ausgedehnte Mangrovenwälder im Osten Nicaraguas. Tropische Vegetation bedeckt weite Teile der Küstenebene, unterbrochen von Flussläufen, die von den Bergen ins Meer fließen.
Britische Händler begannen im 17. Jahrhundert mit den Miskito-Führern Allianzen zu schmieden, was zu einem Protektorat führte, das über zweihundert Jahre währte. Nicaragua übernahm das Gebiet im späten 19. Jahrhundert durch einen militärischen Vorstoß, der eine lange Phase äußerer Kontrolle beendete.
Die Miskito-Gemeinden leben weiterhin nach Bräuchen ihrer Vorfahren und sammeln sich in Dörfern, in denen man Boote aus Holz baut und Fisch nach überlieferten Techniken räuchert. Auch das Kriol-Englisch, das man hier oft hört, erinnert an die vielen Generationen, die sich mit karibischen Händlern und Seefahrern austauschten.
Die Region erhält das ganze Jahr über starken Regen, was unbefestigte Straßen oft schlammig und schwer befahrbar macht. Reisende sollten mit längeren Fahrzeiten rechnen und wasserfeste Ausrüstung mitbringen.
Das Gebiet behielt eigene Münzen und Symbole während der Protektoratszeit und zeigte Inschriften in englischer Sprache auf offiziellen Dokumenten. Noch heute erinnern alte Gräber und Ruinen von Handelsstationen an diese Zeit der doppelten Zugehörigkeit.
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