Bundesstaat Trujillo, Andenstaat im Nordwesten Venezuelas
Trujillo ist ein Bundesstaat im nordwestlichen Venezuela, der sich über gebirgiges Gelände mit dem 4.006 Meter hohen Gipfel Teta de Niquitao erstreckt und an den Maracaibo-See grenzt. Die Verwaltungshauptstadt liegt in der gleichnamigen Stadt, während Valera das größere Handelszentrum bildet und zwanzig Gemeinden durch Straßen des Panamericana-Netzes miteinander verbunden sind.
Die Region löste sich 1810 als eigenständiger Verwaltungsbezirk von der Provinz Maracaibo und erlangte ihre offizielle Anerkennung als Bundesstaat im Jahr 1863. Diese Umstrukturierung veränderte die politische Landschaft Venezuelas während der Zeit nach der Unabhängigkeit.
Der Name geht auf die spanische Heimatstadt des Eroberers Diego García de Paredes zurück und verbindet die Region bis heute mit ihrer kolonialen Vergangenheit. Besucher erleben in höher gelegenen Gemeinden wie Boconó und Niquitao eine andere Lebensweise als im geschäftigen Valera, wo Märkte und Handel das Stadtbild prägen.
Die Panamericana durchquert das gesamte Gebiet von Norden nach Süden und verbindet alle wichtigen Ortschaften mit asphaltierten Straßen, während Nebenrouten oft steile Anstiege und Serpentinen aufweisen. Das Klima wechselt stark je nach Höhenlage, weshalb Reisende Kleidung für verschiedene Temperaturen einplanen sollten.
Auf einem Hügel bei der Ortschaft Chiquinquirá steht ein 46 Meter hohes Denkmal für die Virgen de la Paz in 1.700 Metern Höhe, zu dem Besucher über eine Treppe im Inneren aufsteigen können. Von der Aussichtsplattform blickt man über weite Teile des Bundesstaats und die umliegenden Andentäler.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.