Río Lerma, Hauptflusssystem in Zentralmexiko.
Der Lerma ist ein Flusssystem in Zentralmexiko, das von Almoloya del Río bis zum Chapala-See verläuft und mehrere Bundesstaaten durchquert. Er fließt durch Ebenen, Täler und Hügelland, wobei seine Ufer oft von Feldern, kleinen Ortschaften und Schilf gesäumt sind.
Im 17. und 18. Jahrhundert entstanden entlang des Flusses große Haciendas, die Getreide anbauten und Vieh züchteten. Einige Ranches führten ihre Bullenlinien auf das ursprüngliche Vieh von Hernán Cortés zurück, das seit der Eroberung im Tal gehalten wurde.
Der Name Lerma bezieht sich auf die spanische Herkunft der Kolonialverwalter, die das Tal im 16. Jahrhundert organisierten. Lokale Fischer nutzen noch heute traditionelle Netze, um in den ruhigeren Abschnitten Süßwasserfische für die regionalen Märkte zu fangen.
Viele Abschnitte liegen abseits großer Straßen und sind über Landwege oder Dorfstraßen erreichbar. Die beste Zeit für einen Besuch ist nach der Regenzeit, wenn das Wasser mehr führt und die Umgebung grüner wirkt.
Das Einzugsgebiet beherbergt über 100 heimische Süßwasserfischarten und zahlreiche endemische Flusskrebse. Diese Artenvielfalt macht den Fluss zu einem wichtigen Zentrum für aquatisches Leben in Mexiko, obwohl viele Arten durch Verschmutzung gefährdet sind.
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