Texcoco-See, Natürlicher See in Zentralmexiko.
Der Texcoco-See ist ein See im zentralen Mexiko, der heute größtenteils trockengelegt ist und dessen Reste aus Salzwiesen und feuchten Flächen bestehen. Diese Gebiete liegen im östlichen Teil des Tals von Mexiko auf einer Höhe von 2.236 Metern und zeigen noch immer die Spuren der früheren Wasserlandschaft.
Der See entstand vor Jahrtausenden durch vulkanische Aktivität und erreichte seinen höchsten Stand vor etwa 11.000 Jahren, als er weite Teile des Tals bedeckte. Spanische Eroberer begannen im 16. Jahrhundert mit der Trockenlegung, die sich über Jahrhunderte fortsetzte und schließlich zur fast vollständigen Umwandlung der Wasserfläche in städtisches Gebiet führte.
Der See trug einst die Stadt Tenochtitlan, die auf künstlichen Inseln aus Schlamm und Wurzeln errichtet wurde und durch breite Dämme mit den Ufern verbunden war. Diese schwimmenden Gärten bildeten das Zentrum eines ausgedehnten Handelsnetzwerks, in dem Kanus täglich Waren zwischen den Vierteln transportierten.
Die ehemalige Seefläche erreicht man über mehrere Linien der Metro von Mexiko-Stadt, die Stationen im Osten und Nordosten des Stadtgebiets bedienen. Besucher finden offene Flächen mit geringer Vegetation und vereinzelten Feuchtgebieten, die besonders am Morgen oder späten Nachmittag angenehm zu erkunden sind.
Die Trockenlegung des Sees hat dazu geführt, dass große Teile von Mexiko-Stadt langsam absinken, da der weiche Untergrund ohne Wasser verdichtet wird. Einige Gebäude in der Altstadt zeigen heute einen deutlichen Höhenunterschied zwischen den Fundamenten und den Straßen, ein stilles Zeugnis dieser geologischen Veränderung.
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