Academia de San Carlos, Kunstgalerie und Schule im historischen Zentrum, Mexiko-Stadt, Mexiko
Die Academia de San Carlos ist eine Kunstschule und Galerie im historischen Zentrum von Mexiko-Stadt, untergebracht in einem neoklassizistischen Bau mit einer Kuppel aus Glas und Eisen. Das Haus vereint Unterrichtsräume mit öffentlichen Ausstellungsflächen, auf denen Gemälde, Skulpturen und Drucke gezeigt werden.
Karl III. von Spanien gründete die Schule 1781 als erste große Kunstakademie auf dem amerikanischen Kontinent, um europäische künstlerische Normen zu verbreiten. Nach der Unabhängigkeit Mexikos entwickelte sich die Einrichtung zu einem Zentrum nationaler künstlerischer Bewegungen und bildete Generationen mexikanischer Maler und Bildhauer aus.
Das Gebäude trägt den Namen seines königlichen Gründers und beherbergt Gipsabgüsse antiker Skulpturen, die seit dem 18. Jahrhundert als Lehrmodelle dienen. Diese Sammlung erlaubt Besuchern heute einen Einblick in die klassische Ausbildungsmethode, bei der angehende Künstler europäische Meisterwerke kopierten.
Das Gebäude liegt nordöstlich des Zócalo, nur wenige Straßen vom Hauptplatz entfernt, und ist während des Semesters auch für Besucher zugänglich. Manche Galerien können bei akademischen Veranstaltungen geschlossen sein, daher empfiehlt sich ein Besuch am Vormittag unter der Woche.
Diego Rivera und José Clemente Orozco studierten hier in ihrer Jugend und lernten Techniken, die sie später in ihren großen Wandmalereien einsetzten. Rivera brach seine Ausbildung jedoch ab, weil ihm die akademische Strenge zu einengend erschien, und entwickelte seinen eigenen Stil erst nach Reisen nach Europa.
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