Peña de Bernal, Natürlicher Monolith in San Sebastian Bernal, Mexiko.
Die Peña de Bernal ist ein dazitischer Dom, der freiliegende Kern eines erloschenen Vulkans, der 350 Meter über dem Dorf Bernal in der Gemeinde Ezequiel Montes, Querétaro, aufragt und 2.515 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Der obere Teil ist nacktes Gestein in hellem Grau und Beige mit senkrechten Graten und tiefen Spalten; grünes Gestrüpp und vereinzelte Bäume bedecken die unteren Hänge, und eine niedrigere Felsschulter reicht nach links.
Die Peña de Bernal ist der freigelegte Kern eines erloschenen Vulkans: zähflüssige, fast feste Lava drang in ältere Meeresgesteine ein und erstarrte unter der Erde zu einem dazitischen Dom. Chemische Analysen von Forschern der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko datierten ihn auf etwa 8,7 Millionen Jahre, deutlich jünger als das früher angenommene Jura-Alter. Die Erosion des umgebenden Kegels ließ diesen Felssporn über dem Dorf Bernal stehen, das 1641 an seinem Fuß gegründet wurde.
Der Name Bernal stammt von einem almeriensischen Wort, mit dem die Eroberer einen großen, langgestreckten, freistehenden Felsen bezeichneten; in Otomí heißt der Fels Ma'hando, in Chichimeca De'hendo, beide bedeuten „zwischen zwei“. Am 21. März, zur Frühlings-Tagundnachtgleiche, versammeln sich Tausende zu einem mystisch-religiösen Fest und wollen sich an dem Monolithen „mit Energie aufladen“. 2009 nahm die Unesco die Erinnerungsorte der Otomí-Chichimeca von Tolimán, deren heiliges Territorium die Peña bewacht, in die Liste des immateriellen Erbes auf.
Wanderwege beginnen im Dorf und führen bis etwa auf halbe Höhe, wobei die ersten Abschnitte für die meisten Besucher gut begehbar sind. Die Strecke wird steiler und erfordert später Kletterausrüstung für den weiteren Aufstieg.
Im September 2009 nahm die Unesco die Erinnerungsorte und lebendigen Traditionen der Otomí-Chichimeca von Tolimán auf, wobei die Peña de Bernal als Wächterin eines heiligen Gebiets gilt. Eine Tafel am Beginn des Weges erinnert an ihre Wahl 2007 unter die 13 Wunder Mexikos durch das Tourismussekretariat und TV Azteca.
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