Quiahuiztlan, Archäologische Stätte in Veracruz, Mexiko
Quiahuiztlan ist eine archäologische Stätte in Veracruz, Mexiko, die auf einem Hügel namens Cerro de los Metates am Hang liegt und von der aus man die Küste und das umliegende Land überblicken kann. Der Hügel ist in Terrassen gegliedert, auf denen sich Reste alter Tempel, Wohngebäude und offener Plätze sowie drei Friedhofsbereiche mit insgesamt 78 Gräbern erhalten haben.
Die Stätte wurde zuerst von den Totonaken bewohnt und erlebte ihre erste Blüte in der Spätklassik, nachdem die Macht von Teotihuacan geschwunden war. Sie wurde später von Tolteken und schließlich von den Azteken um das Jahr 1400 überfallen, bevor Hernán Cortés 1519 hier ankam und ein Bündnis mit lokalen Gruppen schloss.
Die Stätte liegt in Veracruz, unweit des kleinen Küstenortes Villa Rica, und ist in der Regel täglich zu den üblichen Besuchszeiten geöffnet. Das Gelände ist hügelig und uneben, daher empfehlen sich festes Schuhwerk und genügend Wasser, besonders bei warmem Wetter.
Als Cortés 1519 in Quiahuiztlan ankam, ließ er unweit des Hügels die erste spanische Siedlung auf dem amerikanischen Festland gründen, die Villa Rica de la Vera Cruz. Der Ort gilt damit als einer der Ausgangspunkte der spanischen Eroberung Mexikos.
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