Rodney, former city in Jefferson County, Mississippi
Rodney ist eine Geisterstadt in Jefferson County mit nur wenigen Einwohnern, deren Gebäude überwiegend verfallen oder zerstört sind. Die Siedlung liegt auf Blüffen etwa zwei Kilometer vom Mississippi entfernt und zeigt noch einige Strukturen wie zwei Kirchen aus Backstein und einen großen überwachsenen Friedhof.
Die Siedlung begann 1763 als französische Kolonie namens Petit Gulf und wurde später Rodney genannt, um den Richter Thomas Rodney zu ehren. Nach einem prosperierenden Hafen-Handel im 19. Jahrhundert zerstörte eine Veränderung des Flussverlaufs 1870 den Hafen, und Brände sowie Krisenzeiten führten zum Niedergang der Stadt.
Der Name Rodney ehrt einen ehemaligen Richter und zeigt die Bedeutung rechtlicher Autorität in der Frühezeit der Stadt. Die wenigen noch stehenden Gebäude, besonders die Kirchen mit ihren Ziegeln und einfachen Formen, spiegeln die religiöse und gemeinschaftliche Identität wider, die das Leben der Siedler prägte.
Der Ort wird am besten von der nahe gelegenen Stadt Lorman aus besucht, wo man vom Old Country Store an der Highway 61 startet und dann einer Nebenstraße folgt. Der Weg ist unbefestigt und wird leicht zum Morast, besonders nach Regen, daher sollte man mit schwierigem Gelände und Überflutungen rechnen.
Eine Kirchenmauer zeigt noch immer eine Kanonenkugel aus dem Bürgerkrieg, die bei einem Gefecht 1863 einschlug, als Unionssoldaten Confederate Kämpfer an einem Gottesdienst überfallen versuchten. Dieses stecken gebliebene Geschoss ist ein direktes Zeichen der Gewalt, die die Stadt während des Krieges erlebte.
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