Fort Rosalie, Französisches Kolonialfort in Natchez, Vereinigte Staaten.
Fort Rosalie ist eine archäologische Stätte oberhalb der Flussblüffe des Mississippi, wo man heute noch die Überreste von Palisaden und Befestigungen erkennen kann. Das Areal umfasst ehemals Wohn-, Verwaltungs- und Lagerbereiche, die Besuchern durch Tafeln und erhaltene Strukturen erklärt werden.
Das Bauwerk entstand 1716 auf Befehl französischer Kolonialherren, wobei die Natchez-Ureinwohner zum Bau herangezogen wurden. Die Festung diente dann Jahrzehnte lang als strategischer Außenposten der französischen Expansion im unteren Mississippital.
Der Ort war lange Zeit ein Treffpunkt zwischen französischen Kolonisten und den Natchez-Indianern, wobei Handel und gegenseitige Abhängigkeit den Alltag prägten. Diese Begegnung zweier Welten hinterließ Spuren in der Siedlung, die heute noch in den Ruinen sichtbar werden.
Der Ort ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zugänglich und verfügt über Picknickplätze sowie informative Tafeln zur Erkundung. Man sollte festes Schuhwerk mitbringen und auf unebenes Gelände und möglicherweise schlecht begehbare archäologische Bereiche vorbereitet sein.
Die Festung wurde nach Rosalie de la Chaise benannt, der Mutter eines französischen Würdenträgers, nicht nach einer Person mit direktem Bezug zum Ort. Dieser ungewöhnliche Namenswahl zeigt, wie Benennungen oft französische Machtverhältnisse widerspiegelten, nicht lokale Realitäten.
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