Friendship Cemetery, Friedhof von 1849 in Columbus, Vereinigte Staaten.
Der Friedhof ist eine 70 Hektar große Begräbnisstätte in Columbus mit etwa 22.000 Gräbern, die in drei ineinander verschlungenen Kreisen angeordnet sind. Diese Kreisform stammt vom Symbol der Odd Fellows, einer historischen Bruderschaft, die die Anlage ursprünglich prägte.
Die Anlage wurde 1849 gegründet und wuchs während des Bürgerkriegs, als Columbus als Kriegskrankenhaus diente und etwa 2.000 Konföderierten- sowie bis zu 150 Unionsoldaten dort beigesetzt wurden. Der Krieg hinterließ tiefe Spuren in der Belegung und prägte die Geschichte des Ortes nachhaltig.
Der Friedhof ist nach dem Gedanken der Versöhnung benannt und spiegelt bis heute die Bedeutung von Toleranz wider. Besucher können sehen, wie Gräber verschiedener Herkunft nebeneinander liegen und gemeinsam gepflegt werden.
Der Friedhof liegt in der Innenstadt an der 4th Street South und ist für Besucher zugänglich, wobei die Wege gut zu Fuß zu erkunden sind. Informationen zu einzelnen Gräbern können online in den Aufzeichnungen der Library of Congress nachgeschlagen werden, was die Planung eines Besuchs erleichtert.
Im Jahr 1866 legten Frauen aus der Stadt Blumen auf die Gräber beider Kriegsseiten, was eine Tradition begründete, die später zur Etablierung des Memorial Day führte. Diese spontane Geste der Menschlichkeit war einer der Ursprünge eines amerikanischen Feiertags, der heute landesweit begangen wird.
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