Port Arthur, Historische Strafkolonie auf der Tasman-Halbinsel, Australien
Port Arthur ist eine ehemalige Strafanstalt auf der Tasman-Halbinsel in Australien, deren Ruinen und restaurierte Bauten sich entlang der Bucht erstrecken. Wege führen zwischen den verschiedenen Gebäuden hindurch, die teils nur noch als Außenmauern erhalten sind.
Die Kolonie nahm ab 1830 rückfällige Straftäter auf und blieb bis 1877 in Betrieb, wobei sie auch minderjährige Gefangene in einem separaten Trakt unterbrachte. Nach der Schließung verfiel die Anlage zunächst, bis sie später unter Denkmalschutz gestellt wurde.
Die Anlage bewahrt Beispiele viktorianischer Strafarchitektur, bei der Isolation und Stille eine zentrale Rolle in der Behandlung spielten. Besuchende sehen heute die originalen Zellen, Werkstätten und Wohngebäude, die zeigen, wie Gefangene und Wächter hier lebten.
Zugang erfolgt über ein Besucherzentrum mit Einführungen in mehreren Sprachen, von wo aus Führungen starten. Festes Schuhwerk ist ratsam, da das Gelände weitläufig ist und unebene Oberflächen aufweist.
Eine kleine Insel im Hafen diente als Friedhof für etwa 1.000 Verstorbene, darunter Gefangene und Wächter. Heute führen Bootsfahrten dorthin, wo noch einige Grabsteine zwischen den Bäumen zu erkennen sind.
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