Deutsch-Neuguinea, Deutsche Kolonie im Pazifischen Ozean.
Deutsch-Neuguinea war ein deutsches Schutzgebiet im Pazifischen Ozean, das den nordöstlichen Teil Neuguineas sowie mehrere Inselgruppen umfasste. Das Gebiet erstreckte sich von der Küste Kaiser-Wilhelmslands bis zu den nördlichen Salomonen und schloss die gesamten Bismarck-Inseln ein.
Deutsche Händler begannen in den 1870er-Jahren ihre Geschäfte in der Region auszubauen, was Reichskanzler Bismarck 1884 veranlasste, das Gebiet offiziell zum Schutzgebiet zu erklären. Die Verwaltung wechselte 1899 von der Neuguinea-Kompagnie zur Reichsregierung, die dann Herbertshöhe als Hauptstadt einrichtete.
Der ursprüngliche Name Kaiser-Wilhelmsland ehrt den deutschen Kaiser, während die Bismarck-Inseln nach dem Reichskanzler benannt wurden. Diese geografischen Bezeichnungen zeigen den kolonialen Anspruch durch die Namensgebung, die bis heute in vielen historischen Karten und Dokumenten erscheint.
Die historischen Quellen zu diesem ehemaligen Schutzgebiet befinden sich heute hauptsächlich in deutschen Archiven und Bibliotheken sowie in den Nachfolgestaaten Papua-Neuguinea und den Salomonen. Wer die früheren Gebiete besuchen möchte, sollte beachten, dass viele Orte nur schwer zugänglich sind und eine gründliche Vorbereitung erfordern.
Hermann Detzner und eine kleine Gruppe deutscher Soldaten blieben während des gesamten Ersten Weltkriegs im Dschungel unentdeckt und kehrten erst 1918 zurück. Diese jahrelange Abgeschiedenheit im Inland machte sie zu den letzten deutschen Truppen, die sich im Pazifik ergaben.
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