Tenza Valley, Gebirgstal im Department Boyacá, Kolumbien
Das Tenza-Tal ist ein Tal in den kolumbianischen Departements Boyacá und Cundinamarca, das sich über wechselhafte Höhenlagen erstreckt und dadurch sehr unterschiedliche Landschaften hervorbringt. Von kühlen Hängen auf größerer Höhe bis hin zu wärmeren, tieferen Zonen bietet das Tal eine breite Palette an natürlichen Umgebungen.
Bevor die Spanier im 16. Jahrhundert ankamen, bewohnten Muisca-Gemeinschaften die höheren Lagen des Tals, während die Tegua die wärmeren Tieflagen besiedelten. Die Kolonialisierung veränderte die Siedlungsstruktur grundlegend und hinterließ Spuren, die in den Ortsnamen und der Raumaufteilung noch heute sichtbar sind.
Das Tenza-Tal ist seit Jahrhunderten ein Gebiet, in dem Handwerk und Landwirtschaft eng miteinander verbunden sind. Viele Familien stellen noch heute geflochtene Waren aus lokalen Pflanzen her, die auf Märkten der umliegenden Dörfer verkauft werden.
Das Tal ist über asphaltierte Straßen erreichbar, die regelmäßig von Bussen aus den umliegenden Städten bedient werden. Da die einzelnen Dörfer verstreut liegen, erleichtert ein eigenes Fahrzeug das Erkunden der verschiedenen Höhenlagen erheblich.
Im unteren Teil des Tals befindet sich der Stausee Chivor, ein großes Wasserkraftwerk, das einen erheblichen Teil des kolumbianischen Strombedarfs deckt. Dieser ruhige See wirkt auf den ersten Blick wie ein natürlicher See, ist aber vollständig von Menschenhand geschaffen.
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