Fort Macomb, Ziegelfestung in Orleans Parish, Vereinigte Staaten
Fort Macomb ist eine Ziegelfestung am Westufer des Chef Menteur Pass, der den Lake Pontchartrain durch den Lake Borgne mit dem Golf von Mexiko verbindet. Die Anlage besitzt einen keilförmigen Grundriss mit geschwungenen Frontwänden zum Kanal hin sowie einen zentralen Zitadellenbau, umgeben von zwei wassergefüllten Gräben.
Das amerikanische Militär errichtete diese Festung ab 1822 nach der britischen Invasion während des Kriegs von 1812 und nannte sie zunächst Fort Wood. Später erhielt die Anlage ihren heutigen Namen zu Ehren des Generals Alexander Macomb, der in jenem Konflikt gegen die britischen Truppen kämpfte.
Die First Louisiana Native Guard, eines der ersten afroamerikanischen Regimenter in der Unionsarmee, übernahm während des Bürgerkriegs Wachdienste an diesem Ort. Diese Einheit bildete einen wichtigen Teil der militärischen Geschichte des Südens und nutzte die strategische Position am Wasserweg für ihre Aufgaben.
Die Festung bleibt wegen baulicher Schäden für Besucher geschlossen, doch man kann die Außenmauern und die Lage vom umliegenden Gebiet aus betrachten. Teile des früheren Grabens wurden zu einem Kanalsystem in der Nähe von Venetian Isles umgewandelt und verändern heute die ursprüngliche Wasserlandschaft.
Der keilförmige Grundriss mit seinen geschwungenen Wänden zum Kanal hin unterscheidet sich von den meisten anderen Küstenfestungen aus dieser Zeit, die eher rechteckige oder sternförmige Formen besaßen. Diese Bauweise sollte den Kanonenfeuer feindlicher Schiffe eine möglichst kleine und schräge Angriffsfläche bieten.
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