Paynes Prairie, Nationales Naturdenkmal und Staatspark im Alachua County, Florida.
Paynes Prairie ist eine 21.000 Acres große Savanne im Paynes-Prairie-Becken zwischen Micanopy und Gainesville, durchquert von der I-75 und der U.S. 441. Der ebene Boden trägt niedrige, fleckige Vegetation in Grün, Hellbraun und Braun, mit flachen Wasserstellen und einem einzelnen kleinen Baum im Mittelgrund. Der Alachua Sink ist der Hauptabfluss des Beckens.
Vor 1637 gründete Francisco Menéndez Márquez, königlicher Schatzmeister von Spanisch-Florida, die Ranch La Chua nahe der Prärie; sie umfasste 87 Quadratmeilen und war Ende des 17. Jahrhunderts die größte Rinderranch der Kolonie, wurde von indigenen Gruppen und französischen Bukaniers überfallen und war 1706 aufgegeben. Mitte des 18. Jahrhunderts hielt die Alachua-Gruppe der Seminolen unter Häuptling Ahaya dem Cowkeeper die Prärie, und ihre Stadt Cuscowilla lag nahe dem heutigen Micanopy. 1813 zerstörten Tennessee Volunteers Paynes Town, benannt nach Paynes, dem Sohn des Cowkeeper. Florida erwarb das Land 1970 und stellt es seither wieder her.
Der Name Alachua stammt von der spanischen Rancho de la Chua, einer vor 1637 gegründeten Rinderfarm. 1774 notierte William Bartram, dass die Alachua Savannah den Seminolen als Weideland diente. Die Prärie und die Seminolenstadt Paynes Town wurden nach Payne benannt, dem Sohn des Häuptlings Ahaya, des Cowkeepers.
Der Park liegt zwischen Micanopy und Gainesville und wird von der I-75 und dem U.S. 441 durchquert, der eine Aussichtsrampe über das Becken besitzt. Ein Besucherzentrum nahe dem Eingang erklärt Natur- und Kulturgeschichte der Region, und ein Aussichtsturm daneben bietet einen Panoramablick über die Prärie. Die Wege sind für Wandern, Reiten und Radfahren offen, und es gibt eine Einsatzstelle für Kanus und Boote mit Elektromotor.
Mitte der 1970er Jahre wurden Bisons aus Oklahoma hierher gebracht, um Zustände wie vor der europäischen Besiedlung wiederherzustellen; im 19. Jahrhundert war die Art aus dieser Region verschwunden. Der Park hält außerdem kleine Herden von Mustangs und wilden Rindern, die von Tieren der Seminolen abstammen.
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