Osborne-Riff, Künstliches Riff nahe Fort Lauderdale, Vereinigte Staaten
Das Osborne Reef ist ein künstliches Riff vor der Küste von Fort Lauderdale in Florida, das sich über 1,4 Hektar Meeresboden in etwa 20 Meter Tiefe erstreckt. Mehrere Millionen Autoreifen liegen dort, ursprünglich mit dem Ziel, neue Lebensräume für Meeresbewohner zu schaffen.
1974 führte die US-Marine ein Projekt durch, bei dem Hunderte von Booten Tausende gebündelte Reifen ins Wasser warfen, um ein neues Riff aufzubauen. Die Verankerungen lösten sich jedoch im Laufe der Jahre, und die Reifen zerstreuten sich über weite Bereiche des Meeresbodens.
Das Riffprojekt zeigt einen Wandel im Umweltverständnis und verdeutlicht, wie frühere Lösungen zu aktuellen ökologischen Herausforderungen führen.
Das Gebiet liegt mehrere Kilometer vor der Küste und ist nur mit dem Boot erreichbar, wobei die Sichtbedingungen stark vom Wetter und den Strömungen abhängen. Das Florida Department of Environmental Protection koordiniert die laufenden Aufräumarbeiten und entfernt wöchentlich Tausende von Reifen aus dem Wasser.
Taucher arbeiten methodisch daran, lose Reifen zu bergen, die durch Hurrikans und Strömungen über weite Teile des Ozeanbodens verteilt wurden. Diese Reifen bewegen sich weiterhin und können natürliche Korallenformationen beschädigen, wenn sie nicht entfernt werden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.